präsentiert von:

Jess Jochimsen

Details

Donnerstag, 22. Juni 2017 20:00
VVK: ab 20,00€ (zzgl. Gebühr) Tageskasse: ab 24,00€ Tickets
Für die Jahreszeit zu laut

Zum Lachen in den Keller –
Die Wühlmäuse präsentieren Kabarett im Quasimodo

Gemeinsam mit dem Berliner Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“ wollen wir eine weitere Sparte bei uns etablieren und haben letztes Jahr erfolgreich eine Kabarett-Reihe ins Leben rufen. Hierzu wurde unser Club extra umgebaut, um vor der Bühne eine Reihenbestuhlung zu ermöglichen.
 Seit dem 1. September 2016 bietet wir auch eine Kreativbühne für Kabarett, Comedy, Poetry Slam und Kleinkunst. Die Programmauswahl wird von den Experten in Sachen Humor – dem Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“ – gestaltet und reicht von politischem Kabarett über satirische Geschichten bis hin zu nonverbaler Comedy.

Jeden Donnerstag um 20 Uhr heißt es dann Bühne frei. Die Wühlmäuse wollen damit jungen und zu unrecht unbekannten sowie schon etablierten Künstlerinnen/Künstlern eine professionelle Bühne im kleineren Rahmen bieten. Wir sind gespannt und freuen uns sehr darauf!

JESS JOCHIMSEN

Die Welt könnte schön sein. Wäre da nicht der Mitmensch. Der in einer Tour herumfuhrwerkt und seine Ansichten unangenehm und ohne Unterlaß in seine Umgebung krakeelt. Oder, wenn diese längst geflohen ist, in irgendein Gerät.
Egal ob in Politik, Medien oder Nachbarschaft, zu meinen gibt es immer was, zu poltern, zu opti- oder maximieren – Hauptsache Wind. Wohin man sich auch wendet, die Bescheidwisser und Tonangeber warten schon und hausmeistern einen voll.

Die Hölle ist ein Elternabend. Und das Leben eine Baustelle. Genau so klingt es leider auch oft.

Jess Jochimsen begegnet dem krisensatten Marktgeschrei auf seine Weise. Zurückgelehnt und entschleunigt dreht er den notorischen Rechthabern und Ratgebern den Ton ab und macht sich auf die Suche nach den Geschichten, die im Radau untergehen. Er singt Lieder über den ganzjährigen November, zeigt hanebüchene Dias aus deutschen Vorstädten und erzählt. Von daheim und unterwegs. Von dem, was anliegt. Von der trotzigen Würde der Kellerbewohner, zum Beispiel, aber auch von der schönsten Liebeserklärung aller Zeiten.

Für sein „wütendes Kabarett der leisen Töne“ (taz) ist Jochimsen vielfach ausgezeichnet worden, weil es poetisch, genau und anrührend ist – und nicht zuletzt: sehr komisch. Neben Akkordeon, Gitarre und Diaprojektor hat der Freiburger diesmal auch seine beiden jüngsten Bücher im Gepäck, „Was sollen die Leute denken“ und „Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?“, womit zwei wichtige Fragen schon mal gestellt sind. Weitere folgen.

„Für die Jahreszeit zu laut“ ist der Versuch, dem großen Geklapper zu entkommen und dabei Haltung zu bewahren. Ein Misstrauensvotum gegen Lärmmacher aller Art.